Im Licht des Schattens in der Petruskirche: Zeitgenössische Kunst über Vergänglichkeit


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Im Licht des Schattens: Ein zeitgenössischer Totentanz in der Petruskirche
Am 6. November 2026 lädt die Ausstellung Im Licht des Schattens in die Petruskirche Neu-Ulm ein. Die Künstlerin Marlis Schabacker-Bock greift mit ihren Werken Fragmente eines Totentanzes ein eindringliches Motiv der europäischen Kunstgeschichte auf und übersetzt es in eine konzentrierte, zeitgenössische Bildsprache.
Vergänglichkeit als künstlerischer Denkraum
Der Totentanz steht seit dem Mittelalter für die Auseinandersetzung mit Endlichkeit und der Gleichheit aller Menschen angesichts des Todes. In der Ausstellung erscheint der Tod nicht als klar umrissene Figur, sondern als diffuse, wolkenähnliche Gestalt, die über den Szenarien schwebt und zugleich allgegenwärtig bleibt. Diese offene Form regt zur persönlichen Werkbetrachtung und zur Reflexion über die eigene Lebenswirklichkeit an.
Zerbrechliches Material, starke Aussage
Für ihre Arbeiten verwendet Marlis Schabacker-Bock Styropor – ein leichtes, zerbrechliches und zugleich vielseitig formbares Material. Die bewusst einfach und plakativ gestalteten Szenarien entfalten dadurch eine besondere Spannung zwischen Fragilität und inhaltlicher Schwere. Die Exponate stehen auf Stelzen und erinnern in ihrer Präsentation an Plakataufsteller mit öffentlichen Ankündigungen oder Aufrufen.
Ausstellungsatmosphäre im Kirchenraum
Die Petruskirche verwandelt sich in einen stillen Resonanzraum für diese Installation. Zwischen sakraler Raumwirkung, reduzierten Formen und der symbolischen Präsenz des Schattens entsteht ein Kunsterlebnis, das Konzentration und ästhetische Erfahrung verbindet. Licht, Material und architektonischer Raum treten in einen Dialog, der die Themen Vergänglichkeit, Lebensintensität und bewusste Gegenwart sinnlich erfahrbar macht.
Kunsthistorische Einordnung und kulturelle Bildung
Die Ausstellung verbindet kunsthistorische Tradition mit zeitgenössischer Installation. Der klassische Totentanz wird nicht museal zitiert, sondern als lebendiger Denkimpuls aktualisiert. Die klare Bildsprache eröffnet auch Besucherinnen und Besuchern ohne kunstwissenschaftliche Vorkenntnisse einen unmittelbaren Zugang zu Fragen nach Endlichkeit, Erinnerung und Lebensgestaltung.
Fazit: Eine Ausstellung, die nachwirkt
Besucherinnen und Besucher erwartet eine ruhige, eindringliche Ausstellung mit fragilen Materialien, symbolischen Figuren und einer starken existenziellen Bildidee. Im Licht des Schattens lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung zu schärfen und das Leben angesichts seiner Begrenztheit bewusster zu betrachten. Ein Besuch in der Petruskirche bereichert die kulturelle Erfahrung und eröffnet einen ungewöhnlichen Zugang zur zeitgenössischen Kunst.
Offizielle Kanäle von Marlis Schabacker-Bock:
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