Im Licht des Schattens in der Petruskirche: Ein Totentanz aus Styropor


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Im Licht des Schattens: Ein Totentanz aus zerbrechlichem Material
In der Petruskirche Neu-Ulm öffnet die Ausstellung Im Licht des Schattens einen stillen Raum für die Auseinandersetzung mit Endlichkeit, Lebensbewusstsein und menschlicher Existenz. Im Zentrum stehen die Werke Fragmente eines Totentanzes von Marlis Schabacker-Bock, die den mittelalterlichen Bildgedanken des Totentanzes in eine zeitgenössische Formensprache überführen.
Der Tod als schwebende, wolkenartige Gestalt
Die Künstlerin gestaltet den Tod als diffuse, wolkenähnliche Erscheinung. Über allem schwebend, bleibt er präsent und entzieht sich zugleich einer eindeutigen Festlegung. Diese offene Bildsprache erzeugt eine konzentrierte Ausstellungsatmosphäre, in der die Werkbetrachtung zur persönlichen Reflexion wird.
Styropor als Material der Zerbrechlichkeit
Für ihre Skulpturen und Installationen verwendet Marlis Schabacker-Bock Styropor. Das leichte, fragile Material steht in einem spannungsvollen Verhältnis zum gewichtigen Thema. Seine verletzliche Oberfläche verweist auf Vergänglichkeit, während die räumliche Präsenz der Formen den Kirchenraum als Ort der Kontemplation neu erfahrbar macht.
Kunsthistorischer Kontext und ästhetische Erfahrung
Der Totentanz gehört zu den eindringlichsten Bildmotiven der europäischen Kunstgeschichte. Er erinnert daran, dass alle gesellschaftlichen Unterschiede angesichts des Todes aufgehoben werden. In dieser Ausstellung erscheint das Motiv nicht als historische Illustration, sondern als zeitgenössische Meditation über die Endlichkeit des Lebens. Die Ästhetische Erfahrung entsteht aus dem Wechselspiel von Licht, Schatten, Material und sakraler Raumwirkung.
Ein stilles Kunsterlebnis in der Petruskirche
Die Petruskirche bietet den Werken einen konzentrierten Rahmen. Zwischen Architektur, Stille und skulpturaler Form entwickelt sich ein Kunsterlebnis, das kulturelle Bildung mit persönlicher Wahrnehmung verbindet. Besucherinnen und Besucher begegnen einer Ausstellung, die nicht belehrt, sondern zur bewussteren Betrachtung des eigenen Lebens anregt.
Fazit: Im Licht des Schattens verbindet kunsthistorische Erinnerung mit zeitgenössischer Skulptur und einer eindringlichen Materialästhetik. Die Ausstellung lädt dazu ein, den Kirchenraum mit wachem Blick zu erleben und über Vergänglichkeit, Lebensintensität und menschliche Würde nachzudenken. Ein Besuch bietet kulturelle Bereicherung und eine nachhaltig wirkende ästhetische Erfahrung.
Offizielle Kanäle von Marlis Schabacker-Bock:
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