Clayton Stephenson und das Philharmonische Orchester Ulm feiern Gershwin und Wagner in Ulm


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Gershwin trifft Wagner: Ein Philharmonisches Finale voller Glanz, Tempo und Gefühl
Zum Abschluss der Saison Unterwegs lädt das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm zu einem Abend ein, der sinfonische Farben, amerikanischen Jazzgeist und wagnerische Wucht auf besondere Weise verbindet. Am Dienstag, 30. Juni 2026, erlebt das Publikum im Congress Centrum Ulm ein Konzert, das Kontraste nicht nebeneinanderstellt, sondern in Spannung bringt.
Ein Auftakt mit Swing, Sehnsucht und virtuoser Brillanz
George Gershwins Klavierkonzert F-Dur eröffnet den Abend mit jener Mischung aus spritzigem Humor, bluesiger Melancholie und rhythmischer Energie, die das Werk bis heute zu einem der beliebtesten Grenzgänger zwischen Konzertsaal und Jazzclub macht. Am Klavier sitzt Clayton Stephenson, der das Stück bereits in renommierten Häusern gespielt hat und für seine farbenreiche, erzählerische Musikalität gelobt wird.
Wagners Welt in 70 Minuten
Danach öffnet sich der Klangraum für Richard Wagners Der Ring ohne Worte in der Orchestrierung von Lorin Maazel. In straffer Form verdichtet das Werk Motive und Höhepunkte aus dem Ring des Nibelungen zu einem sinfonischen Panorama, das ohne Worte auskommt und gerade dadurch seine volle dramatische Kraft entfaltet. Waldweben, Walkürenritt und Siegfrieds Trauermarsch erscheinen wie unter einem Brennglas der Orchestrierung.
Ein Solist mit Profil
Clayton Stephenson gilt als Pianist mit starker Bühnenpräsenz, klarem Zugriff und einem Gespür für große Bögen. Seine Ausbildung an Harvard und dem New England Conservatory, der erste Platz beim Nina Simone Piano Competition 2024, ein Avery Fisher Career Grant und die Auszeichnung als Sphinx Medal of Excellence 2025 unterstreichen seine künstlerische Autorität. Für Ulm ist sein Auftritt ein besonderer Moment: Es ist sein erster Deutschlandauftritt mit Gershwins Concerto in F in dieser Konstellation.
Das Konzert als Reise durch Klangfarben
Dieses Philharmonische Konzert setzt auf Kontraste, die sich gegenseitig befeuern: Jazz und Sinfonik, Eleganz und Pathos, Leichtigkeit und Monumentalität. Die Live-Atmosphäre im Saal verspricht intensive Akustik, fein ausgehörte Dynamik und jene Publikumsstimmung, die entsteht, wenn ein Orchester mühelos zwischen Transparenz und Orchesterwucht wechselt. Genau darin liegt der Reiz dieses Konzerterlebnisses.
Fazit
Wer große sinfonische Spannung, einen virtuosen Solisten und ein Programm zwischen Broadway-Glamour und Opernmythos sucht, sollte diesen Abend nicht verpassen. Das 5. Philharmonische Konzert 2026 verspricht einen hochkarätigen Saisonabschluss voller Klangkraft, Ausdruck und musikalischer Entdeckungen. Live erleben lohnt sich.
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