Zwischen Berlin und Tbilissi im Stadthaus Ulm: Junge Fotografie blickt auf die Gegenwart


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Zwischen Berlin und Tbilissi: Junge Fotografie im Stadthaus Ulm
Wie sehen junge Dokumentarfotograf*innen Europa und die Welt von heute? Die Ausstellung Zwischen Berlin und Tbilissi. Junge Fotograf*innen schauen auf ihre Welt versammelt fotografische Positionen einer internationalen Generation, die gesellschaftliche Umbrüche mit genauer Beobachtung und persönlicher Nähe sichtbar macht. Im Stadthaus Ulm beginnt damit ein eindringliches Kunsterlebnis zwischen urbaner Gegenwart, politischer Recherche und ästhetischer Erfahrung.
Fotografie als Blick auf eine sich verändernde Welt
Die Ausstellung wurde von dem Hamburger Fotografen Peter Bialobrzeski initiiert. Eingeladen sind Künstler*innen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Polen, Ungarn, Großbritannien, Georgien und Sibirien. Ihre Arbeiten verbinden dokumentarische Fotografie mit einer offenen, vielstimmigen Werkbetrachtung und fragen danach, wie sich Europa im Alltag seiner Bewohner*innen zeigt.
Klimawandel und Umweltverschmutzung, soziale Gerechtigkeit, Migration und Flüchtlingspolitik, Identität und Orientierung sowie eine sich wandelnde Weltordnung bilden die thematischen Spannungsfelder. Die Fotografie erscheint dabei nicht als neutrale Abbildung, sondern als eigenständige künstlerische Sprache: Sie sammelt Spuren, stellt Perspektiven gegenüber und macht gesellschaftliche Wirklichkeit sinnlich erfahrbar.
Internationale Positionen, unterschiedliche Bildsprachen
Zu sehen sind Werke von Massimiliano Corteselli, dem Dock’s Collective mit Aliona Kardash, Maximilian Mann, Ingmar Björn Nolting, Arne Piepke und Fabian Ritter sowie von Aurélien Goubau, Mathilde Tijen Hansen, Dina Oganova, Alice Poyzer, Clémentine Schneidermann, Michal Siarek und Éva Szombat.
Die Ausstellung führt unterschiedliche fotografische Haltungen zusammen: konzentrierte Beobachtung, serielle Bildfolgen, urbane Recherche und persönliche Dokumentation. Gerade in dieser kuratorischen Gegenüberstellung entsteht eine lebendige Ausstellungsatmosphäre. Räume, Gesichter, Landschaften und politische Zeichen treten miteinander in Dialog und eröffnen immer neue Zugänge zur Gegenwartskunst.
Kunsterlebnis im architektonischen Raum
Das Stadthaus Ulm bietet mit seiner lichtbetonten Architektur einen besonderen Rahmen für zeitgenössische Fotografie. Die klare Raumwirkung lenkt den Blick auf Komposition, Materialität und den Wechsel von Nähe und Distanz. In der Werkbetrachtung entfalten sich Details oft erst im längeren Verweilen: Kontraste von Licht und Schatten, dokumentarische Spuren, fragile Momente und die Spannung zwischen individueller Erfahrung und globalem Geschehen.
Am 3. Oktober 2026 öffnet die Ausstellung von 11:00 bis 18:00 Uhr. Eine Führung mit dem Kurator Peter Bialobrzeski findet an diesem Tag von 11:30 bis 12:30 Uhr statt und vertieft die kuratorischen Entscheidungen sowie die fotografischen Positionen der beteiligten Künstler*innen.
Fazit: Gegenwart sehen, Zusammenhänge erkennen
Zwischen Berlin und Tbilissi erwartet Besucher*innen als international angelegte Fotoausstellung mit gesellschaftlicher Relevanz, visueller Präzision und großer thematischer Offenheit. Wer Fotografie als kulturelle Bildung, politische Beobachtung und ästhetische Erfahrung erleben möchte, findet im Stadthaus Ulm einen vielschichtigen Anlass zur Auseinandersetzung. Ein Besuch lohnt sich besonders für alle, die junge Kunst nicht nur betrachten, sondern ihre Fragen an die Gegenwart mitnehmen möchten.
Offizielle Kanäle von Peter Bialobrzeski:
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