Vom Logo zur Identität im HfG-Archiv Ulm: Designgeschichte live erleben

Event: Eröffnung der Ausstellung Vom Logo zur Identität: Visuelle Erscheinungsbilder der Bundesrepublik in HfG-Archiv Ulm, Am Hochsträß 8, 89081 Ulm on 22. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

22. Oktober 2026 18:30 Uhr

Veranstaltungsort

HfG-Archiv / Museum Ulm
Am Hochsträß 8, 89081 Ulm, Deutschland

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Vom Logo zur Identität: Eine Ausstellung über die visuelle Sprache der Bundesrepublik

Wie wird aus einem Zeichen eine unverwechselbare Identität? Die Eröffnung der Ausstellung Vom Logo zur Identität: Visuelle Erscheinungsbilder der Bundesrepublik im HfG-Archiv Ulm führt in die faszinierende Geschichte des deutschen Grafikdesigns nach 1945. Der Abend eröffnet eine Präsentation, die Logos, Plakate, Handbücher, Drucksachen und visuelle Systeme als prägende Zeugnisse von Wirtschafts-, Design- und Gesellschaftsgeschichte sichtbar macht.

Ein Abend im Zeichen des modernen Grafikdesigns

Die Eröffnung findet am Donnerstag, 22. Oktober 2026, in der Mensa des Gebäudes der ehemaligen Hochschule für Gestaltung Ulm statt. Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr, die Eröffnung um 19:00 Uhr. Damit wird ein Ausstellungsprojekt vorgestellt, das vom 23. Oktober 2026 bis zum 29. März 2027 erstmals in Deutschland zu sehen ist.

Von AEG bis Lufthansa: Gestaltung als visuelles System

Die Ausstellung zeichnet nach, wie sich nach 1945 aus einzelnen Markenzeichen umfassende visuelle Erscheinungsbilder entwickelten. Historische Entwürfe von Peter Behrens für die AEG aus den Jahren 1907 bis 1914 veranschaulichen frühe Grundlagen moderner Unternehmensgestaltung. Einen zentralen Bezugspunkt bildet die Entwicklungsgruppe E5 der Hochschule für Gestaltung Ulm, die 1961 und 1962 unter der Leitung von Otl Aicher das erste systematische Erscheinungsbild der Lufthansa AG konzipierte.

Weitere Arbeiten stammen von Anton Stankowski, dessen Gestaltung unter anderem das Markenzeichen der Deutschen Bank prägte, sowie von Celestino Piatti, der mit seinen Buchumschlägen für den Deutschen Taschenbuch Verlag Maßstäbe setzte. In der Werkbetrachtung treten Zeichen, Typografie, Raster, Farbe und Ordnung als Elemente einer eigenständigen visuellen Grammatik hervor.

Ästhetische Erfahrung zwischen Klarheit und kulturellem Gedächtnis

Die Ausstellungsatmosphäre entsteht aus dem Wechselspiel von grafischer Präzision und historischen Spuren. Plakate, Logos, Drucksachen und Gestaltungshandbücher zeigen, wie visuelle Kommunikation Orientierung schafft und zugleich Werte transportiert. Die sachliche Formensprache der HfG Ulm begegnet dabei unterschiedlichen Positionen der deutschen Nachkriegsmoderne.

Die Präsentation verbindet kunsthistorische Einordnung mit kultureller Bildung. Sie macht nachvollziehbar, wie Unternehmen und Institutionen ihre öffentliche Identität entwickelten und wie gesellschaftliche Veränderungen die Aufgaben von Gestaltung beeinflussten. Das Kunsterlebnis richtet sich an Designinteressierte, Studierende, Fachleute und alle Besucherinnen und Besucher, die den vertrauten Zeichen des Alltags mit neuer Aufmerksamkeit begegnen möchten.

Eine Ausstellung mit internationaler Vorgeschichte

Unter dem Titel Identity Systems Germany war die Ausstellung 2024 und 2025 bereits in Kyoto und Tokio zu sehen. Das Projekt entstand in Kooperation mit der A5 Collection aus Düsseldorf und der DNP Foundation for Cultural Promotion in Tokio. In Ulm erhält die Ausstellung eine besondere Resonanz, weil sie unmittelbar am historischen Ort der Hochschule für Gestaltung präsentiert wird.

Fazit: Grafikdesign als Geschichte von Identität

Die Eröffnung im HfG-Archiv Ulm verspricht einen anregenden Abend zwischen Designgeschichte, visueller Kultur und gesellschaftlicher Erinnerung. Besucherinnen und Besucher erleben, wie aus Logos komplexe Identitätssysteme werden und weshalb die Gestaltungsprinzipien der Nachkriegszeit bis heute wirken. Wer die ästhetische Kraft klarer Formen, die Geschichte der HfG Ulm und die Entwicklung deutscher Markenauftritte unmittelbar erfahren möchte, sollte diese Ausstellung unbedingt live besuchen.

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Quellen:

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