Vom Logo zur Identität: Öffentliche Führung im HfG-Archiv Ulm


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Vom Logo zur Identität: Eine öffentliche Führung durch die visuelle Geschichte der Bundesrepublik
Wie wird aus einem Zeichen eine unverwechselbare Identität? Die öffentliche Führung im HfG-Archiv Ulm erschließt die Sonderausstellung „Vom Logo zur Identität: Visuelle Erscheinungsbilder der Bundesrepublik“ und zeigt, wie Logos, Schriften, Farben und Gestaltungssysteme nach 1945 das öffentliche Bild westdeutscher Unternehmen und Institutionen prägten.
Grafikdesign zwischen Nachkriegsmoderne und gesellschaftlichem Wandel
Die Ausstellung widmet sich erstmals in Deutschland umfassend den Markenauftritten der Bundesrepublik. Historische Entwürfe von Peter Behrens für die AEG aus den Jahren 1907 bis 1914 verweisen auf frühe Grundlagen moderner Unternehmensgestaltung. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung vom einzelnen Markenzeichen zum komplexen visuellen Erscheinungsbild aus Typografie, Farbwelt, Bildsprache und Gestaltungsrichtlinien.
Otl Aicher, Anton Stankowski und die Kraft visueller Systeme
Ein zentraler Bezugspunkt der Werkbetrachtung ist die Entwicklungsgruppe E5 der Hochschule für Gestaltung Ulm. Unter der Leitung von Otl Aicher konzipierte sie 1961 und 1962 das erste systematische Erscheinungsbild der Lufthansa AG. Der Kranich im Kreis steht exemplarisch für eine Gestaltung, die Präzision, Wiedererkennbarkeit und funktionale Klarheit verbindet.
Weitere Arbeiten stammen von Anton Stankowski, der unter anderem das Markenzeichen der Deutschen Bank entwickelte, sowie von Celestino Piatti, dessen Buchumschläge für den Deutschen Taschenbuch Verlag die visuelle Kultur der Bundesrepublik nachhaltig prägten. Plakate, Logos, Drucksachen, Designrichtlinien und Handbücher machen die gestalterischen Entscheidungen hinter vertrauten Zeichen nachvollziehbar.
Ästhetische Erfahrung mit Zeichen, Raster und Ordnung
Die Ausstellungsatmosphäre entsteht aus dem Wechselspiel von grafischer Strenge und historischen Spuren. Klare Linien, präzise Raster, reduzierte Farbkonzepte und typografische Ordnungen treten in eine konzentrierte Beziehung. Die Führung schärft den Blick für die visuelle Grammatik des Alltags und zeigt, wie Gestaltung Orientierung schafft, Werte vermittelt und kulturelle Identität sichtbar macht.
Designgeschichte am Originalschauplatz der HfG Ulm
Das HfG-Archiv bewahrt die Geschichte der Hochschule für Gestaltung Ulm und präsentiert die Sonderausstellung am historischen Ort. Das Projekt entstand in Kooperation mit der A5 Collection aus Düsseldorf und der DNP Foundation for Cultural Promotion in Tokio. Unter dem Titel „Identity Systems Germany“ war die Ausstellung 2024 und 2025 bereits in Kyoto und Tokio zu sehen.
Fazit: Ein Kunsterlebnis für Designinteressierte
Die öffentliche Führung verbindet kunsthistorische Einordnung, Designgeschichte und kulturelle Bildung. Besucherinnen und Besucher erleben, wie aus Logos umfassende Identitätssysteme wurden und weshalb die Prinzipien der HfG Ulm bis heute nachwirken. Wer vertraute Zeichen neu lesen und die ästhetische Kraft klarer Gestaltung unmittelbar erfahren möchte, sollte diese Führung im HfG-Archiv Ulm unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von HfG-Archiv Ulm / Museum Ulm:
- Instagram: https://www.instagram.com/hfg.archiv.ulm/
- Website: https://hfg-archiv.museumulm.de/










