Im Licht des Schattens in der Petruskirche: Kunst über Vergänglichkeit erleben


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Im Licht des Schattens: Ein stilles Kunsterlebnis in der Petruskirche
Die Ausstellung Im Licht des Schattens verwandelt die Petruskirche in Neu-Ulm in einen konzentrierten Ort der Werkbetrachtung. Vom 24. Oktober bis 12. November 2026 begegnen Besucherinnen und Besucher den Arbeiten von Marlis Schabacker-Bock, die mit den Werken Fragmente eines Totentanzes einen klassischen kunsthistorischen Gedanken in eine zeitgenössische Bildsprache überführt.
Der Totentanz als zeitloses Motiv
Im Zentrum der Ausstellung steht der Totentanz, ein Motiv, das seit dem Mittelalter die Vergänglichkeit des Lebens, die Gleichheit aller Menschen und die Dringlichkeit bewusster Lebensführung reflektiert. Marlis Schabacker-Bock greift diese Tradition auf und entwickelt daraus eine eigenständige künstlerische Interpretation. Der Tod erscheint als diffuse, wolkenähnliche Gestalt: schwebend, gegenwärtig und zugleich nicht eindeutig greifbar.
Zwischen Schatten, Form und innerer Bewegung
Die Arbeiten entfalten ihre Wirkung in einem Spannungsfeld aus Verdichtung und Offenheit. Formen lösen sich aus dem Bildraum, Schatten werden zu Trägern von Erinnerung und die atmosphärische Gestaltung lenkt den Blick auf das Wesentliche. In der Ausstellungsatmosphäre der Petruskirche erhalten die Werke eine besondere Raumwirkung, da sakrale Architektur, Licht und künstlerische Reflexion unmittelbar ineinandergreifen.
Kunsthistorischer Kontext und ästhetische Erfahrung
Der Totentanz zählt zu den eindringlichsten Bildtraditionen der europäischen Kunstgeschichte. Von mittelalterlichen Wandmalereien bis zu modernen Auseinandersetzungen mit Sterblichkeit und gesellschaftlicher Ordnung steht das Motiv für eine Kunst, die Betrachtende unmittelbar anspricht. Die Ausstellung führt diese Tradition in eine zeitgenössische Form und eröffnet einen Raum für kulturelle Bildung, persönliche Erinnerung und philosophische Betrachtung.
Ein Ausstellungsbesuch als Moment der Besinnung
Das Kunsterlebnis in der Petruskirche lebt von der Verbindung aus Malerei, Raum, Licht und Stille. Die Werkbetrachtung lädt dazu ein, die wolkenartigen Gestalten nicht nur als Sinnbilder des Todes, sondern auch als Mahnung an die Gegenwart zu lesen. Die Ausstellung regt dazu an, angesichts der Endlichkeit das eigene Leben bewusster, intensiver und sinnvoller wahrzunehmen.
Fazit: Zeitgenössische Kunst im sakralen Raum
Im Licht des Schattens erwartet Kunstinteressierte als nachdenkliche Ausstellung über Vergänglichkeit, Erinnerung und Lebensintensität. Die Verbindung aus kunsthistorischem Totentanz-Motiv und atmosphärischer Präsentation macht den Besuch zu einer ästhetischen Erfahrung mit nachhaltigem Nachhall. Wer Kunst als Denkraum erleben möchte, sollte diese Ausstellung in der Petruskirche Neu-Ulm unbedingt live entdecken.
Offizielle Kanäle von Marlis Schabacker-Bock:
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