Im Licht des Schattens in der Petruskirche: Kunst über Vergänglichkeit erleben


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Im Licht des Schattens: Ein zeitgenössischer Totentanz in der Petruskirche
Am 1. November 2026 verwandelt sich die Petruskirche am Petrusplatz in Neu-Ulm in einen stillen Resonanzraum für zeitgenössische Kunst. Die Ausstellung Im Licht des Schattens widmet sich der Vergänglichkeit und lädt zu einer konzentrierten Werkbetrachtung zwischen sakraler Raumwirkung, Materialität und existenzieller Reflexion ein.
Fragmente eines Totentanzes
Im Mittelpunkt stehen die Werke Fragmente eines Totentanzes von Marlis Schabacker-Bock. Die Künstlerin greift den kunsthistorischen Gedanken des Totentanzes auf und übersetzt ihn in eine gegenwärtige Bildsprache. Der Tod erscheint als diffuse, wolkenähnliche Gestalt: schwebend, präsent und zugleich schwer fassbar.
Material, Form und Raumwirkung
Mit Styropor verwendet Marlis Schabacker-Bock ein leichtes und zerbrechliches Material, dessen empfindliche Oberfläche einen spannungsvollen Kontrast zur Schwere des Themas bildet. In der Ausstellungsatmosphäre der Petruskirche entfalten die Formen eine besondere Raumwirkung. Licht, Schatten und die klare Architektur des Kirchenraums verdichten sich zu einer ästhetischen Erfahrung, die den Blick verlangsamt.
Kunsthistorischer Kontext und kulturelle Bildung
Der Totentanz gehört zu den nachhaltigsten Bildmotiven der europäischen Kunstgeschichte. Seit dem Mittelalter erinnert er an die Gleichheit aller Menschen angesichts des Todes. Die Ausstellung führt dieses Motiv in die Gegenwart und eröffnet einen Zugang zu Fragen nach Endlichkeit, Lebensgestaltung und bewusster Wahrnehmung. Kunstinteressierte begegnen hier einer Installation, die kunsthistorische Tradition und zeitgenössische Formensprache miteinander verbindet.
Ein Kunsterlebnis der stillen Konzentration
Die Ausstellung setzt nicht auf spektakuläre Inszenierung, sondern auf Nachhall. Zwischen zerbrechlichen Materialien, diffusen Formen und dem gedämpften Licht des Kirchenraums entsteht eine intensive Werkbetrachtung. Die Ausstellungsarchitektur lässt Raum für persönliche Gedanken und macht den Besuch zu einer kulturellen Erfahrung zwischen Malerei, Skulptur und installativer Kunst.
Fazit: Im Licht des Schattens verbindet eine eindringliche zeitgenössische Kunstposition mit einem traditionsreichen kunsthistorischen Motiv. Besucherinnen und Besucher erwartet ein nachdenkliches Kunsterlebnis über Vergänglichkeit, Erinnerung und die bewusste Gestaltung des Lebens. Die Ausstellung bietet eine besondere ästhetische Erfahrung in der Petruskirche und verdient einen Besuch vor Ort.
Offizielle Kanäle von Marlis Schabacker-Bock:
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