Junges Orchester Kollektiv Ulm begeistert Neu-Ulm im Edwin-Scharff-Haus


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Große Orchesterliteratur, junges Feuer und ein Abend voller Klangfarben in Neu-Ulm
Am Sonntag, 18. Oktober 2026, bringt das Junge Orchester Kollektiv Ulm im Edwin-Scharff-Haus ein Programm auf die Bühne, das sinfonische Kraft, emotionale Tiefe und präzise Orchesterarbeit miteinander verbindet. Ab 18:00 Uhr trifft in Neu-Ulm die Energie eines jungen Ensembles auf die monumentale Klangsprache von Wagner, Hindemith und Prokofjew.
Ein Auftakt mit dramatischer Wucht
Richard Wagners Ouvertüre zu Der fliegende Holländer setzt gleich zu Beginn ein Zeichen: düster, strömend, aufgeladen. Genau hier entfaltet sich der Reiz eines live gespielten Konzertabends, wenn der große Saal zur Resonanzfläche wird und jede Phrase die Publikumsstimmung sichtbar mitzieht. Das Junge Orchester Kollektiv Ulm nutzt diese Spannung für ein Konzerterlebnis, das unmittelbar, konzentriert und lebendig wirkt.
Bratschenkunst im Mittelpunkt
Mit Paul Hindemiths Der Schwanendreher rückt eines der bedeutendsten Werke der Bratschenliteratur in den Fokus. Als Solist ist Louis Vandory angekündigt. Das verspricht nicht nur technische Präzision, sondern auch fein ausgehörte Orchestrierung und ein klangliches Zusammenspiel, das den Charakter des Werkes zwischen Herbheit, Beweglichkeit und lyrischer Spannung herausarbeitet. Für Liebhaber klassischer Konzertmusik ist das ein starkes Signal.
Prokofjews emotionale Spannungsbögen
Zum Abschluss folgen Auszüge aus Sergej Prokofjews Ballettmusik zu Romeo und Julia. Diese Musik lebt von Kontrast, Dramatik und farbenreicher Instrumentation. Wenn das Orchester die großen Bögen, scharfen Akzente und tanzenden Motive sauber synchronisiert, entsteht jener Sog, der ein Sinfoniekonzert weit über ein bloßes Vorspiel hinaushebt. Hier trifft musikalische Leidenschaft auf jugendliche Präsenz.
Das Orchester und sein Profil
Das Junge Orchester Kollektiv Ulm wurde 2019 gegründet und zählt inzwischen über 70 Mitglieder. Die Musikerinnen und Musiker zwischen 16 und 30 Jahren stammen überwiegend aus Ulm und der Region. Unter der künstlerischen Leitung von Sebastian Gunkel entsteht in intensiven Probenphasen ein frischer, energiegeladener Klang, der in seiner demokratischen Struktur und seinem Qualitätsanspruch auffällt. Genau diese Mischung verleiht dem Ensemble eine eigene Autorität in der regionalen Kulturlandschaft.
Der passende Rahmen im Edwin-Scharff-Haus
Das Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm bietet mit dem Großen Saal einen modernen, barrierefreien Konzertort mit hervorragender Akustik, großzügiger Bühne und komfortabler Zugänglichkeit. Einlass ist ab 17:00 Uhr, der Konzertbeginn um 18:00 Uhr. Die Atmosphäre im Haus trägt den Abend mit, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. So bleibt der Fokus ganz auf dem musikalischen Erleben.
Fazit
Dieses Konzert verspricht einen Abend voller sinfonischer Spannung, klanglicher Kontraste und junger musikalischer Energie. Wer Orchesterliteratur mit Charakter, präziser Bühnenperformance und großer Emotion live erleben möchte, sollte sich diesen Termin in Neu-Ulm nicht entgehen lassen.
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