Aufbruch in die Realität im HfG-Archiv Ulm: Filmkunst und Gestaltung neu erleben


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Aufbruch in die Realität: Filmgeschichte aus Ulm – intensiv, politisch, nah an der Wirklichkeit
Im HfG-Archiv Ulm entfaltet die Sonderausstellung 'Aufbruch in die Realität: Filme von Günther Hörmann – 60 Jahre Institut für Filmgestaltung der HfG Ulm' ein seltenes Kunsterlebnis: Originalfilme, Arbeitsmaterialien und kontextuelle Dokumente lassen die Werkbetrachtung eines filmischen Oeuvres lebendig werden, das soziale Wirklichkeit, Arbeitswelten und demokratische Kultur präzise ins Bild rückt.
Bildsprache der Realität: Licht, Material, Montage
In ruhigen Schwarzweißtönen, kontrastreichem Licht und präziser Montage entfalten die gezeigten Arbeiten eine besondere Ausstellungsatmosphäre. Nahaufnahmen von Händen, Maschinen und Gesichtern, großformatig projiziert, lenken den Blick auf Rhythmus, Körperlichkeit und Material. Die Kuratierung führt durch thematische Räume, in denen Malerei, Skulptur und Installation der Industriekultur filmisch paraphrasiert werden: Bewegte Bilder als visuelle Forschung.
HfG Ulm und die Abteilung Film: eine Schule der Haltung
Die 1962 gegründete Abteilung Film der Hochschule für Gestaltung Ulm gilt als Labor des Neuen Deutschen Films. Unter Alexander Kluge, Edgar Reitz und Detten Schleiermacher entstanden Studienfilme, Reportagen und essayistische Formen – stets mit gesellschaftlicher Relevanz. Die Ausstellung ordnet diese Arbeiten kunsthistorisch zwischen Nachkriegsmoderne, Dokumentarfilm und politischer Ästhetik ein und zeigt, wie Gestaltung und Ethos zu einer klaren Bildsprache verschmelzen.
Günther Hörmann: Biografie, Themen, Wirkung
Günther Hörmann, HfG-Absolvent und später Mitglied des Leitungskollegiums des Instituts für Filmgestaltung, widmete sich wiederkehrend Themen der Arbeitswelt, der Gewerkschaftsbewegung und regionaler Geschichte. Filme zu Streiks, Werften und Strukturwandel zeigen präzise Beobachtung, respektvolle Nähe zu Protagonistinnen und Protagonisten sowie eine differenzierte, montagebewusste Erzählweise. Das Ergebnis: ästhetische Erfahrung mit dokumentarischer Genauigkeit.
Führungen, Kontext, Bildung
Die Ausstellung rahmt die Werke mit Einblicken in Produktionszusammenhänge, Archivarbeit und Designgeschichte der HfG. Vermittlungsangebote verbinden Filmästhetik, Industriegeschichte und Medienkompetenz. Besucherinnen und Besucher gewinnen eine klare Vorstellung davon, wie Kuratierung die Raumwirkung der Projektionen strukturiert und wie Quellenkritik, Werkvergleich und Kontextualisierung das Seherlebnis vertiefen.
Stimmen der Besucher
Die Reaktionen der Besucher sind eindeutig: Die Schau begeistert und inspiriert. Auf Instagram schreibt ein Kunstliebhaber: 'Konzentrierte Bilder, starke Stimmen – so nah war mir Filmgeschichte noch nie.' Eine Besucherin ergänzt: 'Die Ausstellung zeigt, wie Gestaltung Verantwortung übernimmt – eindrucksvoll und zeitlos.'
Fazit: Wer Filmkunst als gesellschaftliche Praxis erleben will, findet hier dichte Werkbetrachtung, klare Kuratierung und ein lebendiges Archiv. Ein Muss für alle, die Bildsprache, Gestaltung und Zeitgeschichte an einem authentischen Ort erfahren möchten.
Offizielle Kanäle von HfG-Archiv Ulm:
- Instagram: https://www.instagram.com/hfg.archiv.ulm/
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://hfg-archiv.museumulm.de/










