Ernst Barlach. Facetten der Liebe im Edwin Scharff Museum: Kunst und Menschlichkeit erleben


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Ernst Barlach in neuer Tiefe: Eine Ausstellung über Liebe, Sehnsucht und Menschlichkeit
Im Edwin Scharff Museum in Neu-Ulm rückt die Sonderausstellung Ernst Barlach. Facetten der Liebe das Werk eines der bedeutendsten Künstler des deutschen Expressionismus in den Mittelpunkt. Vom 23. Mai 2026 bis zum 18. Oktober 2026 entfaltet sich ein Kunsterlebnis, das Skulptur, Grafik und Literatur in einen stillen, eindringlichen Dialog bringt.
Liebe als Grundmotiv eines expressionistischen Œuvres
Ernst Barlach verstand Liebe nicht als bloßes Motiv romantischer Nähe, sondern als existentielle Kraft. Die Ausstellung zeigt ihn als feinfühligen Beobachter menschlicher Gefühle: zwischen Versuchung und Sehnsucht, Mutterliebe und Nächstenliebe, Nähe und Verlust. Gerade diese Spannweite macht die Werkbetrachtung so reizvoll. Die plastischen und grafischen Arbeiten gewinnen im Ausstellungsraum eine besondere Präsenz, weil sie nicht laut auftreten, sondern in konzentrierter Form von innerer Bewegung erzählen.
Skulptur, Lithografie und poetischer Klang
Zu den präsentierten Werken zählen unter anderem Liebespaar von 1917/18 als Lithografie und Die Kupplerin II von 1920 als plastische Arbeit. Solche Exponate eröffnen einen Blick auf Barlachs Bildsprache, in der reduzierte Form, verdichtete Gestik und psychologische Intensität zusammenfinden. Begleitende poetische Texte vertiefen die ästhetische Erfahrung und laden dazu ein, die Beziehung zwischen Sprache und Skulptur neu zu lesen.
Ein Dialog mit Edwin Scharff und der Moderne
Vereinzelte Gegenüberstellungen mit Werken von Edwin Scharff machen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Zeitgenossen sichtbar. So entsteht ein kunsthistorischer Vergleich, der die klassische Moderne nicht als starres Kapitel, sondern als lebendige Auseinandersetzung mit dem Menschen zeigt. Das Edwin Scharff Museum nutzt diese kuratorische Konstellation für eine präzise Vermittlung von Kunstgeschichte und kultureller Bildung.
Führungen, Literatur und Workshop-Angebote
Das Begleitprogramm erweitert die Ausstellung um kunsthistorische Rundgänge, einen literarischen Rundgang mit Florian L. Arnold sowie einen Workshop zur Schriftmalerei. Besonders spannend: Barlachs eigene literarische Arbeiten werden in Beziehung zu Texten seiner expressionistischen Zeitgenossen gesetzt. Damit öffnet sich ein Raum für vertiefende Museumsarbeit, der Kunst, Sprache und Handwerk miteinander verbindet.
Museumserlebnis mit guter Zugänglichkeit
Das Edwin Scharff Museum liegt zentral am Petrusplatz in Neu-Ulm und ist barrierefrei zugänglich. Alle Etagen sind per Aufzug erreichbar, ein taktiler Orientierungsplan ist vorhanden, und mobile Sitzgelegenheiten sowie Rollstuhl und Rollator stehen bereit. Auch die Anbindung ist komfortabel: Der Bahnhof Neu-Ulm ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar, zudem fahren die Linien 5 und 7 direkt in die Nähe des Hauses.
Fazit: Diese Ausstellung macht Ernst Barlach als Künstler der Empathie, der plastischen Verdichtung und der geistigen Tiefe neu erlebbar. Wer Kunst als ästhetische Erfahrung und kulturelle Bereicherung sucht, sollte sich diesen Besuch nicht entgehen lassen.
Offizielle Kanäle von Edwin Scharff Museum:
- Instagram: https://www.instagram.com/edwinscharffmuseum/
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://edwinscharffmuseum.de/










