Der Ulmer Metzgerturm wird zur vertikalen Galerie: Kunst und Architektur erleben


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Der Metzgerturm als begehbares Kunsterlebnis
Mit der Vernissage Equilibro verwandelt der Kunstverein Ulm den Metzgerturm an der Donau in eine vertikale Galerie. Am 13. Mai 2026 öffnet sich der historisch aufgeladene Bau erstmals wieder für das Publikum und verbindet Denkmal, Installation und Zeichnung zu einer Ausstellung, die Kunstgeschichte und Gegenwart eindrucksvoll zusammenführt.
Ein Wahrzeichen in neuem Gleichgewicht
Der Metzgerturm gehört zu den prägnantesten Sehenswürdigkeiten Ulms. Seine Schieflage ist legendär, sein Erscheinungsbild unverwechselbar. Genau an diesem Ort setzt Johannes Pfeiffer an: Der aus Ulm stammende Landart- und Installationskünstler arbeitet seit Jahren mit dem Motiv des prekären Gleichgewichts und mit der poetischen Spannung zwischen Material, Raum und Wahrnehmung. Bereits frühere Arbeiten am Metzgerturm machten die historische Architektur selbst zum Kunstobjekt.
Zeichnung, Druckgrafik und Installation im Dialog
In Equilibro schlägt Pfeiffer Brücken zwischen seinen Zeichnungen, seinen Druckgrafiken und der Seilinstallation, die den Turm in eine skulpturale Situation überführt. Das Kunsterlebnis lebt von der Verbindung aus Linie, Last und Leichtigkeit. Der Blick folgt den vertikalen Bewegungen, die historische Substanz tritt in einen stillen Dialog mit zeitgenössischer Kunst, und der Stadtraum wird zum Teil der Werkbetrachtung.
Ein Ort mit kultureller Strahlkraft
Die Eröffnung ist zugleich die Wiederöffnung eines lange nicht zugänglichen Turms. Dadurch gewinnt die Ausstellung auch museumpädagogische Qualität: Sie macht Denkmalpflege, Stadtgeschichte und ästhetische Erfahrung unmittelbar erfahrbar. Wer den Metzgerturm betritt, erlebt nicht nur Kunst, sondern auch die Atmosphäre eines Ortes, an dem architektonische Erinnerung und aktuelle künstlerische Forschung ineinandergreifen.
Kunsthistorische Einordnung
Johannes Pfeiffer arbeitet in Berlin, Ulm, Tübingen und Turin. Seine Praxis steht in der Tradition von Land Art, ortsspezifischer Installation und zeichnerisch gedachter Raumkunst. Charakteristisch ist der Einsatz von Fäden, Seilen, Steinen und weiteren einfachen Materialien, die in seinen Arbeiten symbolische Kraft entfalten. Pfeiffers Kunst richtet den Blick auf Balance, Transformation und den fragilen Zustand von Ordnung im Raum.
Fazit
Der Ulmer Metzgerturm wird zur vertikalen Galerie und bietet eine Ausstellung, die Architektur, Kunst und Stadterlebnis auf besondere Weise verschränkt. Wer Ulm aus einer neuen Perspektive entdecken will, sollte diese Vernissage live erleben: ein poetischer Ort, ein starker künstlerischer Zugriff und ein seltener Blick in den Turm machen den Besuch unbedingt lohnend.
Offizielle Kanäle von Johannes Pfeiffer:
- Website: https://pfeiffer-arte.com/en/contact/
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: https://www.youtube.com
- Behance: https://www.behance.net/pfeifferlightart









