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3. Liga vor dem Saisonendspurt

Abstiegsdruck vor dem Endspurt: Ulm muss jetzt in Osnabrück liefern

Der SSV Ulm 1846 Fußball geht als Tabellen-18. in die letzten beiden Spieltage der 3. Liga – mit 32 Punkten nach 36 Partien und einem Torverhältnis von 46:74. Vor dem Auswärtsspiel beim Spitzenreiter VfL Osnabrück ist die Lage nach nur vier Punkten aus den vergangenen fünf Spielen maximal angespannt.

Am Samstag wartet ausgerechnet die schwerstmögliche Aufgabe: Ulm tritt beim Tabellenführer an. Osnabrück steht nach 36 Spielen bei 76 Punkten. Für Ulm zählt im Saisonfinale praktisch jedes Ergebnis – zumal nach dem Auftritt in Osnabrück zum Abschluss noch das Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen am 16. Mai (13.30 Uhr) folgt.

Ulm steckt vor dem 37. Spieltag tief im Tabellenkeller

Die Ausgangslage ist eindeutig und wird durch die nackten Zahlen untermauert: Ulm hat 32 Punkte, ist damit 18. und steht bei minus 28 Tordifferenz (46:74). In einer Liga, in der im Tabellenkeller häufig auch direkte Konkurrenten punktgleich liegen können, erhöht eine solche Bilanz den Druck zusätzlich: Es geht nicht nur darum, überhaupt zu punkten, sondern im Zweifel auch darum, die eigene Tordifferenz nicht weiter zu verschlechtern.

Hinzu kommt: Ulm steht punktgleich mit dem TSV Havelse, der mit ebenfalls 32 Zählern auf Rang 17 liegt. Damit ist der Abstand zu einem Platz direkt davor aktuell nicht in Punkten messbar, sondern in Details wie der Feinwertung – umso wichtiger werden in den letzten beiden Wochenenden Stabilität und Ergebniskontrolle.

Die Formkurve spricht vor dem Osnabrück-Spiel nicht für Entlastung

Die jüngste Serie liefert wenig Entlastung. Ulm holte aus den vergangenen fünf Ligaspielen nur vier Punkte (ein Sieg, ein Unentschieden, drei Niederlagen): 0:2 gegen Viktoria Köln, 2:3 beim TSV 1860 München, 2:1 gegen TSV Havelse, 1:5 bei Hansa Rostock und 1:1 beim VfB Stuttgart II. In diesen fünf Spielen kassierte Ulm zwölf Gegentore – ein Muster, das zur Saisonbilanz mit insgesamt 74 Gegentreffern passt.

Auffällig ist dabei die Mischung aus Konkurrenzfähigkeit und Kontrollverlust: Ulm trifft regelmäßig, bringt sich aber zu oft über Gegentore um den Ertrag. Genau das macht die Aufgabe beim Spitzenreiter so heikel: Gegen ein Team, das an der Tabellenspitze steht, kann ein offener Schlagabtausch schnell kippen. Für Ulm dürfte deshalb vor allem entscheidend sein, die Zahl der klaren Chancen gegen sich zu reduzieren – selbst wenn das auf Kosten des eigenen Offensivrisikos geht.

Dass Ulm grundsätzlich zu deutlichen Ergebnissen fähig ist, zeigt die Saison ebenfalls: Der höchste Heimsieg war ein 5:1 gegen den 1. FC Schweinfurt 05, der höchste Auswärtssieg ein 3:0 beim FC Erzgebirge Aue. Nur: Solche Ausreißer ersetzen im Abstiegskampf keine verlässliche Punkteserie.

Das Hinspiel gegen Osnabrück war bereits ein Torfestival

Das torreichste Ulmer Saisonspiel war ausgerechnet das Duell mit dem kommenden Gegner: Das Hinspiel endete 3:5 gegen Osnabrück. Acht Tore in einer Partie sind ein Hinweis darauf, wie schnell dieses Aufeinandertreffen in einen offenen Spielverlauf geraten kann – und wie schwer es für Ulm werden kann, über 90 Minuten die nötige defensive Ordnung zu halten.

Für das Rückspiel ist die Rollenverteilung noch schärfer: Osnabrück geht als Tabellenführer in die Partie, Ulm als Tabellen-18. in akuter Bedrängnis. Anpfiff ist am Samstag, 9. Mai 2026, um 14.00 Uhr in Osnabrück.

Ulm bleibt damit nur ein kurzer Endspurt, um die Saison zu drehen: Erst beim Spitzenreiter bestehen, dann im letzten Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen nachlegen. Die Tabelle lässt kaum Interpretationsspielraum zu – Ulm braucht Punkte, und zwar sofort.

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