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3. Liga vor dem letzten Spieltag

SSV Ulm vor dem Saisonfinale unter Druck: Jetzt kommt Rot-Weiss Essen

Der SSV Ulm 1846 Fußball geht als Tabellen-18. in den letzten Spieltag der 3. Liga – und damit in eine Konstellation, in der ein Ausrutscher am Saisonende typischerweise besonders teuer werden kann. Am Samstag, 16. Mai, empfängt Ulm um 13.30 Uhr Rot-Weiss Essen, das als Tabellenvierter anreist.

Die Zahlen zeichnen ein klares Bild der Ausgangslage. Nach 37 Spielen steht Ulm bei 33 Punkten und belegt Rang 18. Die Bilanz: 9 Siege, 6 Unentschieden, 22 Niederlagen. Ulm hat 47 Tore erzielt, 75 Gegentreffer kassiert; die Tordifferenz liegt bei -28. Essen kommt ebenfalls aus 37 Partien, steht mit 67 Punkten jedoch auf Platz 4 – sportlich also aus einer völlig anderen Tabellenregion.

Formkurve: wenig Stabilität in der Schlussphase

Dass Ulm in dieser Lage unter Zugzwang steht, hat auch mit den letzten Wochen zu tun. Aus den vergangenen fünf Ligaspielen holte die Mannschaft vier Punkte (ein Sieg, ein Unentschieden, drei Niederlagen) – zu wenig, um vor dem Finale Momentum aufzubauen.

Die Serie im Überblick

  • 11. April: 1:5 bei Hansa Rostock
  • 18. April: 2:1 zuhause gegen den TSV Havelse
  • 25. April: 2:3 beim TSV 1860 München
  • 2. Mai: 0:2 zuhause gegen Viktoria Köln
  • 9. Mai: 1:1 beim VfL Osnabrück

In Summe bleibt der Eindruck: Ulm kann zwar mithalten und auch treffen – bekommt die defensive Absicherung aber zu selten über 90 Minuten stabil.

Warum der Heimauftritt Hoffnung macht – und was dennoch fehlt

Zum Abschluss spielt Ulm im eigenen Stadion, und gerade in einer Drucksituation kann das ein Faktor sein: Routinen sind vertraut, die Anreise entfällt, das Umfeld ist kontrollierbarer. Gleichzeitig zeigt diese Saison, dass Ulm im eigenen Stadion zu klaren Ergebnissen fähig ist – der höchste Heimsieg war ein 5:1 gegen den 1. FC Schweinfurt 05. Auch auswärts hatte Ulm mit dem 3:0 beim FC Erzgebirge Aue einen deutlichen Ausreißer nach oben.

Umgekehrt belegt das torreichste Saisonspiel – ein 3:5 gegen den VfL Osnabrück –, dass Ulm in offenen Partien zwar Chancen kreieren kann, aber in der Absicherung oft zu anfällig bleibt.

Genau hier liegt vor dem letzten Spieltag der Kern der Aufgabe: Gegen ein Spitzenteam wie Rot-Weiss Essen reicht es meist nicht, nur Phasen gut zu überstehen. Ulm wird eine Leistung brauchen, die über lange Strecken kompakt bleibt – und vorne effizient ist. Die Ausgangslage ist damit klar: Der Tabellen-18. empfängt den Vierten und muss im Saisonfinale liefern.

Häufig gestellte Fragen

Quellen

  • news.de, Sarah Knauth, 2026-05-13 10:30
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