Danube Swabian Central Museum
(212 Bewertungen)

Schillerstraße 1, Ulm

Schillerstraße 1, 89077 Ulm, Germany

Danube Swabian Central Museum | Danube Swabians & Tickets

Das Danube Swabian Central Museum in Ulm ist ein Haus für Geschichte, Migration und Donaukultur, das weit über eine klassische Regionalausstellung hinausgeht. Es ist das einzige Museum in Deutschland, das die Geschichte der Donauschwaben umfassend und auf wissenschaftlicher Grundlage präsentiert. Schon der Ort erzählt mit: Das Museum befindet sich im oberen Donau-Bastionsteil der Ulmer Bundesfestung, also an einem Gebäude, das selbst Teil historischer Erinnerung ist. Im Inneren verbindet das Haus Objekte, Dokumente, Filme, Hands-on-Stationen und Vermittlungsangebote zu einem dichten Museumsbesuch, der sowohl historisch fundiert als auch für ein breites Publikum zugänglich ist. Wer das Museum betritt, bewegt sich zwischen Auswanderung, Ansiedlung, Mehrsprachigkeit, Identität, Verlust und Neubeginn. Genau diese Spannweite macht die Location so besonders: Es geht nicht nur um die Vergangenheit einer bestimmten Gruppe, sondern um europäische Migrationsgeschichte, um das Zusammenleben in einer multiethnischen Region entlang der Donau und um die Frage, wie kulturelles Erbe heute vermittelt werden kann. Das Museum verbindet Forschung, Sammlung und Erlebnis auf eine Weise, die für Familien, Schulklassen, Gruppen und kulturinteressierte Einzelbesucher gleichermaßen interessant ist. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/en/the-museum/))

Danube Swabians: Geschichte, Migration und Identität

Die Ausstellung zu den Donauschwaben ist das Herzstück des Museums. Sie erzählt die Geschichte der deutschen Siedler am mittleren Donauraum in 13 thematischen Abschnitten und spannt den Bogen von der Auswanderung im 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ausgangspunkt ist die historische Ansiedlung deutschsprachiger Menschen im damaligen Königreich Ungarn, die nach den Kriegen gegen das Osmanische Reich von den Habsburgern und privaten Grundherren gefördert wurde. Damit ist die Ausstellung nicht nur ein Blick auf eine einzelne Bevölkerungsgruppe, sondern auf eine europäische Migrationsbewegung, die von Anfang an von neuen Lebensformen, Kontaktzonen und kulturellem Austausch geprägt war. Im Museum wird deutlich, wie Dorfgemeinschaft, Landwirtschaft, Handel, Alltag, Sprache und Religion zusammenwirkten und wie sich eine eigene regionale Identität im Donauraum entwickelte. Die Präsentation zeigt außerdem, wie die Geschichte der Donauschwaben im 20. Jahrhundert durch Nationalismus, den Zweiten Weltkrieg, Flucht, Internierung, Deportation und Vertreibung geprägt wurde. Viele Menschen verloren ihre Heimat, andere bauten sich an neuen Orten ein Leben auf. Heute leben Donauschwaben und ihre Nachkommen verstreut in den früheren Siedlungsgebieten in Mittel- und Südosteuropa, in Deutschland und Österreich, aber auch in Brasilien und den USA. Das Museum macht diese Geschichte nicht als starre Chronik erfahrbar, sondern als lebendige Erzählung über Verflechtung, Erinnerung und Vermittlung. Ein kostenlos ausleihbarer Medienguide mit gespielten Szenen und Hintergrundinformationen in Deutsch und Englisch unterstützt dabei den Rundgang durch die gesamte Ausstellung. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/en/danube-swabians/))

Danube. River stories: Donaukultur zwischen Natur und Europa

Mit der permanenten Ausstellung Danube. River stories hat das Museum seine Perspektive erweitert und die Donau selbst ins Zentrum gerückt. Auf 550 m² erzählen Objekte, Bilder, Filme und Klänge in deutscher und englischer Sprache von Menschen und Tieren, vom Leben auf dem Wasser und von der kulturellen Vielfalt entlang dieses außergewöhnlichen Flusses. Die Donau ist hier nicht nur Naturraum, sondern Verbindungsachse durch Europa: Sie fließt fast 3.000 Kilometer von Deutschland bis zum Schwarzen Meer durch zehn Länder und verknüpft historische Regionen, Wirtschaftsräume und Lebenswelten. Das Museum zeigt, wie stark dieser Fluss Grenzen überschreitet und zugleich Geschichten bündelt. Die Schau führt zu berühmten Kaffeehäusern in Wien und Budapest, thematisiert Schifffahrt und Wasserwege, zeigt die kulturelle Vielfalt an den Ufern und greift auch ökologische Fragen auf. Ein besonderes Motiv ist der Donaustör, der einst als riesiger Fisch im Flusssystem lebte und heute fast verschwunden ist. Ebenso eindrucksvoll sind die Abschnitte zu Flucht und Grenzerfahrung: Die Ausstellung erinnert an missglückte und lebensgefährliche Fluchtversuche auf der Donau, an verfolgte Menschen und an die politische Dimension des Flusses im 20. Jahrhundert. Zugleich wird der Besucher aktiv einbezogen, denn Mitmachstationen erklären Navigation, Wasserqualität und den berühmten Ulmer Schachtel-Rhythmus des Flusses. So entsteht eine Erzählung, die Naturgeschichte, Kulturgeschichte und Zeitgeschichte miteinander verbindet und die Donau als europäischen Erinnerungsraum sichtbar macht. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/en/river-stories/?utm_source=openai))

Öffnungszeiten, Eintritt und Tickets im Überblick

Für die Besuchsplanung sind die praktischen Informationen des Museums angenehm klar. Das Danube Swabian Central Museum ist montags geschlossen. Dienstags bis freitags können Gäste von 11.00 bis 17.00 Uhr kommen, samstags, sonntags und an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr. Damit eignet sich der Besuch sowohl für einen Wochentagsausflug als auch für ein entspanntes Wochenende in Ulm. Beim Eintritt bleibt das Museum vergleichsweise günstig: Der reguläre Preis beträgt 5 Euro, ermäßigt kostet der Eintritt 3,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt, ebenso gibt es für Gruppen ab zehn Personen einen reduzierten Preis von 3,50 Euro pro Person. Besonders attraktiv ist zudem der freie Eintritt an jedem ersten Freitag im Monat. Tickets erhält man an der Museumskasse; dort kann auch der kostenlose Medienguide für die Ausstellung Danube Swabians ausgeliehen werden. Wer seinen Besuch mit einem kleinen Stopp im Shop verbinden möchte, findet dort Publikationen, Poster, Karten, Kalender, Postkarten, Kinder- und Jugendliteratur sowie ausgewählte Handwerks- und Spielwaren aus den Donauländern. Gerade für Besucher, die sich vorab einen schnellen Überblick wünschen, sind diese Rahmenbedingungen hilfreich: Das Haus ist überschaubar, preislich fair und inhaltlich vielseitig. Die Mischung aus Dauerausstellungen, Vermittlung und wechselnden Angeboten macht den Besuch auch für Wiederkommer interessant. Wer sich für Donaukultur, Migrationsgeschichte oder die Geschichte der Donauschwaben interessiert, bekommt hier eine verlässliche und gut zugängliche Adresse in Ulm. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/en/visitor-information/))

Anfahrt, Parken und barrierefreier Besuch in Ulm

Das Museum ist auch logistisch gut eingebunden. Von Ulms Hauptbahnhof aus erreicht man es zu Fuß in etwa 10 bis 15 Minuten. Der Weg führt zunächst rechts entlang der Gleise unter der Brücke Zinglerstraße hindurch, dann über die Treppe hinauf zur Zinglerstraße und von dort links in die Schillerstraße in Richtung Donau. Wer den öffentlichen Nahverkehr nutzt, fährt mit den Straßenbahnlinien 1 oder 2 beziehungsweise mit den Buslinien 7, 10 oder 12 bis zur Haltestelle Ehinger Tor. Von dort sind es rund 500 Meter entlang der Schillerstraße Richtung Donau. Auch mit dem Auto ist die Anreise gut beschrieben: Aus südlicher Richtung führt die Route über die B 28 und die Donaubrücke, aus nördlicher Richtung über die B 10, den Stadttunnel und die Konrad-Adenauer-Brücke. Direkt links neben dem Museumseingang in der Schillerstraße 1 befinden sich die Parkplätze für Besucher; insgesamt weist das Museum 7 Parkplätze aus. Für viele Gäste ebenso wichtig: Das Haus ist barrierefrei zugänglich und verfügt über eine barrierefreie Toilette. WLAN ist verfügbar, und die Lage ist nahe genug am Bahnhof, dass auch spontane Besuche gut möglich sind. Die Kombination aus zentraler Lage, klaren Wegbeschreibungen, eigenen Stellplätzen und barrierefreiem Zugang macht das Museum alltagstauglich und niederschwellig. Gerade für Familien, ältere Besucher und Reisegruppen ist das ein entscheidender Vorteil, weil die Ankunft stressarm und gut planbar bleibt. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/kontakt/?utm_source=openai))

Gebäude, Sammlung und wissenschaftlicher Anspruch

Auch das Gebäude selbst ist Teil der Museumsgeschichte. Das Haus sitzt im reduit des oberen Donau-Bastions, also in einem historischen Element der Ulmer Bundesfestung, das die Stadt für den Museumsbau erwarb und zwischen 1995 und 2000 umfassend renovierte. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die gesamte technische Infrastruktur erneuert; der Einbau von Treppenhaus und Aufzug machte zwar eine Veränderung in einer Achse des Gewölbes notwendig, doch am historischen Baukörper wurde darüber hinaus möglichst wenig verändert. Diese Zurückhaltung passt zum Selbstverständnis des Hauses, denn das Museum möchte nicht nur ausstellen, sondern bewahren, dokumentieren und wissenschaftlich vermitteln. Die Sammlung umfasst heute über 50.000 Objekte, von Alltagsgegenständen über Fotografien und Dokumente bis zu Kunstwerken aus mehr als drei Jahrhunderten. Nur ein kleiner Teil davon ist in den Dauerausstellungen zu sehen, der Rest bildet ein wachsendes Depot, das die materielle Grundlage für Forschung und Vermittlung bildet. Die Stiftung, die das Museum trägt, hat den Auftrag, die kulturelle Tradition und die Kulturgüter der Donauschwaben auf der Grundlage des Paragraphen 96 des Bundesvertriebenengesetzes zu erhalten, Geschichte, Kultur und Landschaft zu dokumentieren und Forschung zu den Herkunftsregionen zugänglich zu machen. Zugleich arbeitet das Haus mit Partnermuseen im deutschen und südosteuropäischen Raum zusammen und versteht sich als Teil einer grenzüberschreitenden Museumslandschaft. Genau darin liegt seine besondere Stärke: Hier wird regionale Erinnerung nicht isoliert, sondern in einen größeren europäischen Zusammenhang gestellt. Das Ergebnis ist ein Museum, das Geschichte sichtbar macht, aber auch Fragen stellt und die eigene Sammlung als lebendiges Wissensarchiv begreift. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/en/the-building/))

Familien, Gruppen und Medienguide für den Museumsbesuch

Das Danube Swabian Central Museum ist nicht nur für Spezialisten interessant, sondern ausdrücklich auch für Familien, Schulklassen und Gruppen. Die Website hebt Gruppenführungen, Kinder- und Familienangebote sowie Museumspädagogik hervor. Kinder dürfen entdecken, basteln und spielen, während Erwachsene auf eine Kombination aus historischen Inhalten, interaktiven Stationen und klarer Erzählstruktur treffen. Für Gruppen gibt es spezielle Touren, und auch für Schulen werden Führungen und Workshops angeboten. Besonders praktisch ist der kostenlose Medienguide, der an der Kasse ausgeliehen werden kann und die Ausstellung Danube Swabians mit Spielszenen und Zusatzinformationen begleitet. Damit wird der Rundgang vor allem für Gäste zugänglich, die sich einen leichteren Einstieg in die Thematik wünschen. Hinzu kommt der Museumsshop, der thematisch sorgfältig auf die Sammlung abgestimmt ist: Dort finden Besucher Bücher, Kataloge, Karten, Poster, Postkarten, CDs, DVDs, Kinder- und Jugendliteratur sowie ausgewählte Handwerksprodukte und Spielwaren aus den Donauländern. Das schafft nicht nur einen angenehmen Abschluss des Rundgangs, sondern verlängert das Museumserlebnis in den Alltag hinein. Wer den Besuch mit Kindern plant, profitiert außerdem davon, dass die beiden Dauerausstellungen unterschiedliche Zugänge bieten: Die Donauschwaben-Ausstellung erzählt Familien- und Migrationsgeschichte, während Danube. River stories mit Natur, Wasser, Tieren und Mitmachstationen besonders anschaulich funktioniert. So wird das Museum zu einem Ort, an dem Wissen, Erinnerung und Entdeckung zusammenkommen. Für Gäste, die ein kulturelles Ziel mit Substanz suchen, ist das Haus deshalb weit mehr als ein klassisches Heimatmuseum: Es ist ein Lern- und Erlebnisort für die Geschichte des Donauraums. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/en/group-tours/?utm_source=openai))

Quellen:

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Danube Swabian Central Museum | Danube Swabians & Tickets

Das Danube Swabian Central Museum in Ulm ist ein Haus für Geschichte, Migration und Donaukultur, das weit über eine klassische Regionalausstellung hinausgeht. Es ist das einzige Museum in Deutschland, das die Geschichte der Donauschwaben umfassend und auf wissenschaftlicher Grundlage präsentiert. Schon der Ort erzählt mit: Das Museum befindet sich im oberen Donau-Bastionsteil der Ulmer Bundesfestung, also an einem Gebäude, das selbst Teil historischer Erinnerung ist. Im Inneren verbindet das Haus Objekte, Dokumente, Filme, Hands-on-Stationen und Vermittlungsangebote zu einem dichten Museumsbesuch, der sowohl historisch fundiert als auch für ein breites Publikum zugänglich ist. Wer das Museum betritt, bewegt sich zwischen Auswanderung, Ansiedlung, Mehrsprachigkeit, Identität, Verlust und Neubeginn. Genau diese Spannweite macht die Location so besonders: Es geht nicht nur um die Vergangenheit einer bestimmten Gruppe, sondern um europäische Migrationsgeschichte, um das Zusammenleben in einer multiethnischen Region entlang der Donau und um die Frage, wie kulturelles Erbe heute vermittelt werden kann. Das Museum verbindet Forschung, Sammlung und Erlebnis auf eine Weise, die für Familien, Schulklassen, Gruppen und kulturinteressierte Einzelbesucher gleichermaßen interessant ist. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/en/the-museum/))

Danube Swabians: Geschichte, Migration und Identität

Die Ausstellung zu den Donauschwaben ist das Herzstück des Museums. Sie erzählt die Geschichte der deutschen Siedler am mittleren Donauraum in 13 thematischen Abschnitten und spannt den Bogen von der Auswanderung im 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ausgangspunkt ist die historische Ansiedlung deutschsprachiger Menschen im damaligen Königreich Ungarn, die nach den Kriegen gegen das Osmanische Reich von den Habsburgern und privaten Grundherren gefördert wurde. Damit ist die Ausstellung nicht nur ein Blick auf eine einzelne Bevölkerungsgruppe, sondern auf eine europäische Migrationsbewegung, die von Anfang an von neuen Lebensformen, Kontaktzonen und kulturellem Austausch geprägt war. Im Museum wird deutlich, wie Dorfgemeinschaft, Landwirtschaft, Handel, Alltag, Sprache und Religion zusammenwirkten und wie sich eine eigene regionale Identität im Donauraum entwickelte. Die Präsentation zeigt außerdem, wie die Geschichte der Donauschwaben im 20. Jahrhundert durch Nationalismus, den Zweiten Weltkrieg, Flucht, Internierung, Deportation und Vertreibung geprägt wurde. Viele Menschen verloren ihre Heimat, andere bauten sich an neuen Orten ein Leben auf. Heute leben Donauschwaben und ihre Nachkommen verstreut in den früheren Siedlungsgebieten in Mittel- und Südosteuropa, in Deutschland und Österreich, aber auch in Brasilien und den USA. Das Museum macht diese Geschichte nicht als starre Chronik erfahrbar, sondern als lebendige Erzählung über Verflechtung, Erinnerung und Vermittlung. Ein kostenlos ausleihbarer Medienguide mit gespielten Szenen und Hintergrundinformationen in Deutsch und Englisch unterstützt dabei den Rundgang durch die gesamte Ausstellung. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/en/danube-swabians/))

Danube. River stories: Donaukultur zwischen Natur und Europa

Mit der permanenten Ausstellung Danube. River stories hat das Museum seine Perspektive erweitert und die Donau selbst ins Zentrum gerückt. Auf 550 m² erzählen Objekte, Bilder, Filme und Klänge in deutscher und englischer Sprache von Menschen und Tieren, vom Leben auf dem Wasser und von der kulturellen Vielfalt entlang dieses außergewöhnlichen Flusses. Die Donau ist hier nicht nur Naturraum, sondern Verbindungsachse durch Europa: Sie fließt fast 3.000 Kilometer von Deutschland bis zum Schwarzen Meer durch zehn Länder und verknüpft historische Regionen, Wirtschaftsräume und Lebenswelten. Das Museum zeigt, wie stark dieser Fluss Grenzen überschreitet und zugleich Geschichten bündelt. Die Schau führt zu berühmten Kaffeehäusern in Wien und Budapest, thematisiert Schifffahrt und Wasserwege, zeigt die kulturelle Vielfalt an den Ufern und greift auch ökologische Fragen auf. Ein besonderes Motiv ist der Donaustör, der einst als riesiger Fisch im Flusssystem lebte und heute fast verschwunden ist. Ebenso eindrucksvoll sind die Abschnitte zu Flucht und Grenzerfahrung: Die Ausstellung erinnert an missglückte und lebensgefährliche Fluchtversuche auf der Donau, an verfolgte Menschen und an die politische Dimension des Flusses im 20. Jahrhundert. Zugleich wird der Besucher aktiv einbezogen, denn Mitmachstationen erklären Navigation, Wasserqualität und den berühmten Ulmer Schachtel-Rhythmus des Flusses. So entsteht eine Erzählung, die Naturgeschichte, Kulturgeschichte und Zeitgeschichte miteinander verbindet und die Donau als europäischen Erinnerungsraum sichtbar macht. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/en/river-stories/?utm_source=openai))

Öffnungszeiten, Eintritt und Tickets im Überblick

Für die Besuchsplanung sind die praktischen Informationen des Museums angenehm klar. Das Danube Swabian Central Museum ist montags geschlossen. Dienstags bis freitags können Gäste von 11.00 bis 17.00 Uhr kommen, samstags, sonntags und an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr. Damit eignet sich der Besuch sowohl für einen Wochentagsausflug als auch für ein entspanntes Wochenende in Ulm. Beim Eintritt bleibt das Museum vergleichsweise günstig: Der reguläre Preis beträgt 5 Euro, ermäßigt kostet der Eintritt 3,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt, ebenso gibt es für Gruppen ab zehn Personen einen reduzierten Preis von 3,50 Euro pro Person. Besonders attraktiv ist zudem der freie Eintritt an jedem ersten Freitag im Monat. Tickets erhält man an der Museumskasse; dort kann auch der kostenlose Medienguide für die Ausstellung Danube Swabians ausgeliehen werden. Wer seinen Besuch mit einem kleinen Stopp im Shop verbinden möchte, findet dort Publikationen, Poster, Karten, Kalender, Postkarten, Kinder- und Jugendliteratur sowie ausgewählte Handwerks- und Spielwaren aus den Donauländern. Gerade für Besucher, die sich vorab einen schnellen Überblick wünschen, sind diese Rahmenbedingungen hilfreich: Das Haus ist überschaubar, preislich fair und inhaltlich vielseitig. Die Mischung aus Dauerausstellungen, Vermittlung und wechselnden Angeboten macht den Besuch auch für Wiederkommer interessant. Wer sich für Donaukultur, Migrationsgeschichte oder die Geschichte der Donauschwaben interessiert, bekommt hier eine verlässliche und gut zugängliche Adresse in Ulm. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/en/visitor-information/))

Anfahrt, Parken und barrierefreier Besuch in Ulm

Das Museum ist auch logistisch gut eingebunden. Von Ulms Hauptbahnhof aus erreicht man es zu Fuß in etwa 10 bis 15 Minuten. Der Weg führt zunächst rechts entlang der Gleise unter der Brücke Zinglerstraße hindurch, dann über die Treppe hinauf zur Zinglerstraße und von dort links in die Schillerstraße in Richtung Donau. Wer den öffentlichen Nahverkehr nutzt, fährt mit den Straßenbahnlinien 1 oder 2 beziehungsweise mit den Buslinien 7, 10 oder 12 bis zur Haltestelle Ehinger Tor. Von dort sind es rund 500 Meter entlang der Schillerstraße Richtung Donau. Auch mit dem Auto ist die Anreise gut beschrieben: Aus südlicher Richtung führt die Route über die B 28 und die Donaubrücke, aus nördlicher Richtung über die B 10, den Stadttunnel und die Konrad-Adenauer-Brücke. Direkt links neben dem Museumseingang in der Schillerstraße 1 befinden sich die Parkplätze für Besucher; insgesamt weist das Museum 7 Parkplätze aus. Für viele Gäste ebenso wichtig: Das Haus ist barrierefrei zugänglich und verfügt über eine barrierefreie Toilette. WLAN ist verfügbar, und die Lage ist nahe genug am Bahnhof, dass auch spontane Besuche gut möglich sind. Die Kombination aus zentraler Lage, klaren Wegbeschreibungen, eigenen Stellplätzen und barrierefreiem Zugang macht das Museum alltagstauglich und niederschwellig. Gerade für Familien, ältere Besucher und Reisegruppen ist das ein entscheidender Vorteil, weil die Ankunft stressarm und gut planbar bleibt. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/kontakt/?utm_source=openai))

Gebäude, Sammlung und wissenschaftlicher Anspruch

Auch das Gebäude selbst ist Teil der Museumsgeschichte. Das Haus sitzt im reduit des oberen Donau-Bastions, also in einem historischen Element der Ulmer Bundesfestung, das die Stadt für den Museumsbau erwarb und zwischen 1995 und 2000 umfassend renovierte. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die gesamte technische Infrastruktur erneuert; der Einbau von Treppenhaus und Aufzug machte zwar eine Veränderung in einer Achse des Gewölbes notwendig, doch am historischen Baukörper wurde darüber hinaus möglichst wenig verändert. Diese Zurückhaltung passt zum Selbstverständnis des Hauses, denn das Museum möchte nicht nur ausstellen, sondern bewahren, dokumentieren und wissenschaftlich vermitteln. Die Sammlung umfasst heute über 50.000 Objekte, von Alltagsgegenständen über Fotografien und Dokumente bis zu Kunstwerken aus mehr als drei Jahrhunderten. Nur ein kleiner Teil davon ist in den Dauerausstellungen zu sehen, der Rest bildet ein wachsendes Depot, das die materielle Grundlage für Forschung und Vermittlung bildet. Die Stiftung, die das Museum trägt, hat den Auftrag, die kulturelle Tradition und die Kulturgüter der Donauschwaben auf der Grundlage des Paragraphen 96 des Bundesvertriebenengesetzes zu erhalten, Geschichte, Kultur und Landschaft zu dokumentieren und Forschung zu den Herkunftsregionen zugänglich zu machen. Zugleich arbeitet das Haus mit Partnermuseen im deutschen und südosteuropäischen Raum zusammen und versteht sich als Teil einer grenzüberschreitenden Museumslandschaft. Genau darin liegt seine besondere Stärke: Hier wird regionale Erinnerung nicht isoliert, sondern in einen größeren europäischen Zusammenhang gestellt. Das Ergebnis ist ein Museum, das Geschichte sichtbar macht, aber auch Fragen stellt und die eigene Sammlung als lebendiges Wissensarchiv begreift. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/en/the-building/))

Familien, Gruppen und Medienguide für den Museumsbesuch

Das Danube Swabian Central Museum ist nicht nur für Spezialisten interessant, sondern ausdrücklich auch für Familien, Schulklassen und Gruppen. Die Website hebt Gruppenführungen, Kinder- und Familienangebote sowie Museumspädagogik hervor. Kinder dürfen entdecken, basteln und spielen, während Erwachsene auf eine Kombination aus historischen Inhalten, interaktiven Stationen und klarer Erzählstruktur treffen. Für Gruppen gibt es spezielle Touren, und auch für Schulen werden Führungen und Workshops angeboten. Besonders praktisch ist der kostenlose Medienguide, der an der Kasse ausgeliehen werden kann und die Ausstellung Danube Swabians mit Spielszenen und Zusatzinformationen begleitet. Damit wird der Rundgang vor allem für Gäste zugänglich, die sich einen leichteren Einstieg in die Thematik wünschen. Hinzu kommt der Museumsshop, der thematisch sorgfältig auf die Sammlung abgestimmt ist: Dort finden Besucher Bücher, Kataloge, Karten, Poster, Postkarten, CDs, DVDs, Kinder- und Jugendliteratur sowie ausgewählte Handwerksprodukte und Spielwaren aus den Donauländern. Das schafft nicht nur einen angenehmen Abschluss des Rundgangs, sondern verlängert das Museumserlebnis in den Alltag hinein. Wer den Besuch mit Kindern plant, profitiert außerdem davon, dass die beiden Dauerausstellungen unterschiedliche Zugänge bieten: Die Donauschwaben-Ausstellung erzählt Familien- und Migrationsgeschichte, während Danube. River stories mit Natur, Wasser, Tieren und Mitmachstationen besonders anschaulich funktioniert. So wird das Museum zu einem Ort, an dem Wissen, Erinnerung und Entdeckung zusammenkommen. Für Gäste, die ein kulturelles Ziel mit Substanz suchen, ist das Haus deshalb weit mehr als ein klassisches Heimatmuseum: Es ist ein Lern- und Erlebnisort für die Geschichte des Donauraums. ([dzm-museum.de](https://www.dzm-museum.de/en/group-tours/?utm_source=openai))

Quellen:

Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

DA

david antoun

9. Juli 2024

Nur Barzahlung möglich, mit Schließfächern für eure Rucksäcke. Es ist auf 2 Etagen verteilt. Eine Ausstellung handelt vom Leben der Menschen mit Schwabing-Ursprung und Kultur, nur auf Deutsch. Die zweite handelt vom Leben im Wasser des Donaus mit vielen historischen und wissenschaftlichen Fakten auf Englisch und Deutsch. Eine kleine künstlerische Ausstellung von Farben gibt es auch im Erdgeschoss. Nicht zu viele Details, aber wenn ihr in der Nähe seid, könnt ihr die Geschichte überprüfen.

LR

Lisa Reutter

4. Januar 2024

Sehr interessantes und neu renoviertes Museum. Die Ausstellungen waren schön und gut organisiert, und ich habe besonders die interaktiven Elemente und die Beleuchtung der Kunstwerke genossen. Sehr empfehlenswertes verstecktes Juwel!

SE

Sabine End

25. April 2024

Großartig, wenn du dich für die Geschichte der Donauschwaben interessierst. Warum/sie sich niedergelassen haben, was damals Ungarn war.

DS

Dave Saxton

29. Juni 2022

Ein modernes, gut präsentiertes Museum über die Donau und ihre Menschen. Nicht alle Abschnitte sind auf Englisch, aber es gibt viele Fotos und Exponate.

CO

Colectivo Alicia en oz

27. Dezember 2017

Dieses Museum ist nur auf Deutsch. Sie haben keine englischen oder spanischen Übersetzungen auf den Ausstellungsschildern. Wenn du nach einem englischen oder spanischen Audioguide fragst, bekommst du nur ein kleines Heftchen, das dir eine Zusammenfassung des Museums gibt.