Industriekultur & Nachkriegsarchitektur in Neu-Ulm
Industriekultur & Architektur in Neu-Ulm: Zukunftsprogramm 2026 (Rundgänge, Talks & Foto-Walks)
Neu-Ulm lässt sich am besten zu Fuß entdecken: Brücken, markante Infrastrukturbauten, sakrale Räume und Quartiere im Wandel. Dieses Programm bündelt ausschließlich kommende Termine für alle, die Industriekultur und Architektur im Stadtraum bewusst erleben möchten.
Der große Rundgang: Route & Stationen
Die Route verbindet zentrale Orte der Stadtwahrnehmung: Donauquerungen, markante Baukörper, Quartiere mit sichtbaren Schichten unterschiedlicher Bauphasen sowie Infrastrukturobjekte als Orientierungspunkte.
Geplanter Ablauf (Beispielroute)
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Start am Donauufer: Einstieg über Blickachsen, Uferkanten, Wegeführung und die Rolle von Querungen als Stadtraum-Gelenke.
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Brücken-Stopps (u. a. Herdbrücke und Gänstorbrücke): Beobachtung von Tragwerkslogik (aus der Fußgängerperspektive), Lärmbildern, Übergängen zwischen Verkehrsraum und Aufenthalt.
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Innenstadtpassage: kurze Übungen zum „Lesen“ von Fassaden (Raster, Fensterteilung, Sockelzonen), Erdgeschossnutzungen und Platzkanten.
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Sakraler Raum (St.-Johann-Baptist als Programmpunkt): Fokus auf Raumwirkung, Lichtführung und akustische Wahrnehmung (Besuch nur, wenn geöffnet und ohne laufende Veranstaltungen).
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Wiley (Wasserturm als Landmarke): Orientierung im Quartier über Höhenpunkte, Wegebeziehungen, Freiraumkanten und die Lesbarkeit technischer Bauformen im heutigen Stadtbild.
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Donau-Abschnitt mit Freizeitbezug (Donaubad-Umfeld als Thema): Gespräch über Freizeitarchitektur, Sicherheit/Wegeführung und die Frage, wie Erinnerungszeichen im Stadtraum wirken.
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Abschlussrunde: Was nimmt man mit? Welche Beobachtungstechniken helfen, Architektur im Alltag bewusster wahrzunehmen?
Workshops & Zusatzformate
Mikro-Workshop während des Rundgangs: „3-Minuten-Skizze“
Optional integrierter Mini-Block: Teilnehmende skizzieren eine Brückensilhouette oder eine Fassadenrasterung in drei Minuten. Ziel ist nicht „schön zeichnen“, sondern Strukturen erkennen.
Optionaler Nachtermin (online, 30 Minuten): „Ihre Fotos – unsere Analyse“
Ein kurzer, freiwilliger Online-Termin (2026-07-30, 19:00–19:30) zur Bildbesprechung: Welche Perspektiven erklären Tragwerk, Raumkante oder Nutzung besonders gut? Bitte nur eigene Aufnahmen aus dem öffentlichen Raum mitbringen.
Teilnahme, Barrierefreiheit & Hinweise
- Dauer: 2 Stunden (Rundgang), 60 Minuten (Talk), 90 Minuten (Foto-Walk).
- Tempo: moderat, mit regelmäßigen Stopps.
- Empfehlung: bequeme Schuhe, wetterfeste Kleidung, Wasser.
- Barrierefreiheit: Die Route ist so geplant, dass sie überwiegend über befestigte Wege führt. Einzelne Abschnitte können je nach Baustellenlage angepasst werden; Treppen werden nach Möglichkeit vermieden.
- Respekt im Stadtraum: Wir bleiben auf öffentlichen Wegen, fotografieren keine Personen ohne Einverständnis und halten Rücksicht in Bereichen mit laufendem Betrieb oder Gottesdiensten.
Weiterführende Quellen
Die folgenden Grundlagen helfen, Industriekultur, Denkmalpflege und Baukultur systematisch einzuordnen:
- TICCIH – The International Committee for the Conservation of the Industrial Heritage — internationale Grundlagenseite zur Industriekultur (accessed 2026-05-20)
- ICOMOS – International Council on Monuments and Sites — Standards und Positionspapiere zur Denkmalpflege (accessed 2026-05-20)
- Deutsche Stiftung Denkmalschutz — verständliche Einordnungen zu Denkmalschutz & Baukultur (accessed 2026-05-20)
- UNESCO – Culture — Rahmenbegriffe zu Kulturerbe und Schutzperspektiven (accessed 2026-05-20)




